Ayurveda-Tipps für den Winter

Im Winter ist es normal, krank zu sein? Keineswegs! Denn mit ein paar einfachen ayurvedischen Tipps können wir auch die dunkle, nasse und kalte Jahreszeit gesund und munter erleben. Wir müssen nur unser Augenmerk etwas auf Ernährung, Bewegung und Lebensführung lenken. Denn das altindische Medizinsystem besagt, dass wir im Wandel der Jahreszeiten stets anderer Methoden zur Gesunderhaltung bedürfen. Anders ausgedrückt: Ayurveda im Winter sieht ganz anders aus als etwa im Frühjahr oder Sommer.

Der Winter als Kapha-Jahreszeit mit starken Vata-Untertönen

Wenn der Herbst in den Winter übergeht, zieht sich die Natur in eine lange, dunkle Schlummerphase zurück. Eine besondere Stille charakterisiert den Winter – und mit ihr eine subtile Einladung, unsere eigenen Energien neu auszurichten. Die Winterzeit ist das perfekte Gegenmittel für die rasante Mobilität des Sommers und Herbstes. Im Winter sollten wir uns ausruhen, reflektieren, Visionen entwickeln, uns etwas von der nach außen gerichteten Energie zurückziehen und sie nach innen umlenken. Leider kann die ruhige und friedliche Natur des Winters aber auch Gefühle von Bedrückung, Stress oder Stagnation in uns auslösen.

Äußerlich ist der Winter geprägt von kaltem Wetter, Schweregefühl, erhöhter Feuchtigkeit (meist in Form von Regen oder Schnee), bewölkten Tagen und dem geerdeten, langsamen Gefühl, das viele Tiere in den Winterschlaf versetzt. Das alles sind Qualitäten, die wir im Ayurveda dem Kapha-Dosha zuschreiben, weswegen wir den Winter auch gerne eine Kapha-Zeit nennen. Ist das Klima außergewöhnlich kalt und trocken oder fühlen wir uns persönlich in den Wintermonaten eher isoliert, wird auch unser Vata erhöht auftreten.

Unabhängig davon, welcher Ayurveda-Typus wir also sind, ist es wichtig, eine saisonale Routine zu entwickeln und im Winter erhöhtes Kapha und Vata auszugleichen. Durch die Anpassung der Ernährung und des Lebensstils an die sich verändernden Jahreszeiten kann die Wahrscheinlichkeit saisonal bedingter Ungleichgewichte drastisch reduziert werden. Und damit verringert sich auch die Gefahr, dass wir im Winter Erkältungen und anderen Erkrankungen erliegen.

Ernährung: Eine ayurvedische Winterdiät

Der Winter ist eigentlich die Jahreszeit, in der das Verdauungsfeuer (Agni) am stärksten ist. Vereinfacht ausgedrückt, braucht der Körper mehr Treibstoff, um in den Wintermonaten warm und gesund zu bleiben. Aus ayurvedischer Perspektive zwingt das kalte Wetter das Feuerprinzip tief in unsere Körpermitte. So entzündet es die Verdauungskapazität. Unser Körper sehnt sich daher im Winter nach einer stärkeren, nahrhaften Ernährung und die meisten von uns nehmen größere Mengen an Nahrung zu sich.

Eine ayurvedische Winterdiät zielt darauf ab, Kapha zu beruhigen, ohne Vata zu erhöhen – oder umgekehrt. Wie die folgenden ayurvedischen Ernährungstipps für den Winter zeigen, ist das gar nicht so schwer bzw. fühlt sich ganz natürlich an. Denn wenn wir über ein gutes Gefühl für unseren Körper verfügen, ernähren wir uns „ganz von allein“ gesundheitsbewusst.

Grundsätzlich sollten wir im Winter vor allem warme, gekochte, leicht ölige und gut gewürzte Speisen zu uns zu nehmen. Im Umkehrschluss ist am besten, wenn wir kalte, feuchte, übermäßig süße, zu schwere und gefrorene Lebensmittel reduzieren oder vermeiden. Insgesamt gilt es, die Balance zwischen süßem, saurem, salzigem, scharfem, bitteren und zusammenziehenden (adstringierendem) Geschmack zu finden.

Gekochtes Getreide wie Haferflocken, Maismehl, Gerste, Tapioka, Reis oder Kitchari ergibt ein tolles Frühstück. Für Mittag- und Abendessen bieten sich gedünstetes Gemüse, Vollkornbrot und „matschige“ Suppen an.

Herzhaftes und wärmendes Gemüse wie Schwarzwurzeln, Wirsing, gekochter Spinat, Zwiebeln, Karotten und anderes Wurzelgemüse können wir in dieser Jahreszeit generell gut aufnehmen. Das gleiche gilt für scharfe Gewürze wie Knoblauch, Ingwer, schwarzen Pfeffer, Cayennepfeffer und Chilischoten. Hülsenfrüchte sind in der Regel gut für Kapha, aber sie sollten gut gekocht, gut gewürzt und mit einem Klecks Ghee garniert sein, um Vata nicht zu verschlimmern. Wer tierische Produkte mag, für den ist der Winter auch eine gute Zeit, um Eier (besonders pochiert oder hart gekocht) und Fleisch wie Huhn, Truthahn, Kaninchen und Wild zu genießen.

Bei der Flüssigkeitsaufnahme sind warme oder heiße Getränke zu bevorzugen. Für die Erkältungszeit eignen sich insbesondere Gewürztees. Dafür reicht es, einen fünf Minuten lang gekochten Tee mit jeweils einem halben Teelöffel getrockneten Ingwer, Zimt und Gewürznelke zu trinken. Nach den Mahlzeiten ist ein Tee mit Ingwer, Zimt und schwarzem Pfeffer oder Koriandersamen, Kreuzkümmelsamen und Fenchelsamen besonders bekömmlich.

Am Abend – entweder vor oder nach dem Abendessen – können wir uns ruhig ein halbes Glas trockenen Rotwein gönnen. Und während wir Milch in den Wintermonaten am besten nur reduziert zu uns nehmen, rate ich direkt vor dem Schlafengehen zu einer Tasse heißer Gewürzmilch mit einer Prise Kurkuma oder getrocknetem Ingwer und Muskatnuss.

Ayurvedische Nahrungsergänzungen für den Winter

Wer anfällig für Kapha-Ungleichgewichte wie Erkältungen, Husten und Verstopfung der Nasennebenhöhlen ist, für den sind Herbst und Winter eine gute Zeit, um eine Reinigung vorzunehmen. Dafür muss man auch nicht gleich eine Panchakarma-Kur durchführen. Schon gelegentliches, eintägiges Wasser- oder Saft-Fasten kann schnelle Wirkung entfalten.

Für den Ausgleich unserer Doshas empfehlen wir im Winter besonders ayurvedische Fruchtmuße.

Die wohl wichtigste Speise aus Sicht des Ayurveda in der kalten Jahreszeit ist Chyawanprash, ein Fruchtmus basierend auf der Amla-Frucht. Dabei handelt es sich um die indische Stachelbeere, die alle drei Doshas in Einklang bringt und zugleich einen hohen natürlichen Anteil Vitamin C enthält.

Dazu empfehlen wir das neue Produkt euroved C-O-C. Dieses Präparat besteht aus Curcuma 2,0%, Weihrauch 1,5%, Vitamin C 6,0%. Durch die patentierte MyCell-Technologie ist es unserem Kooperationspartner gelungen die Bio-Verfügbarkeit von Wirkstoffen auf bis zu 100% zu optimieren. Somit benötigt man nicht mehr eine hohe Dosierung von Inhaltsstoffen, sondern erreicht mit weniger deutlich mehr.

euroved C-O-C unterstützt somit das körpereigene Immunsystem schneller, deutlich intensiver und über einen längeren Zeitraum als vergleichbare Präparate.

Auch ein Vata-Tee (Bai 101) oder Kapha-Tee (Bai 103) ist im Winter für uns alle gut. Speisen regulieren durch die Zugabe einer Vata-Kapha-Gewürzmischung oder einer Kapha-Gewürzmischung die jahreszeitlich bedingt erhöhten Doshas.

Ayurvedische Verhaltens-Tipps für den Winter

Es lohnt sich sehr, im Winter ein leichtes Herz zu entwickeln und uns besondere Ziele vorzunehmen, um dem kalten, grauen Wetter und der saisonalen Neigung zu Melancholie und Einsamkeit zu begegnen. Am besten ist es, wenn wir aktiv Wärme in unsere Gedanken, unseren Körper und auch unsere Beziehungen (!) einladen. Wir sollten versuchen, regelmäßig Gelegenheiten für Spaß und Lachen zu finden.

Gut ist es, wenn wir Stress und Hetzen vermeiden. Oft hilft es schon, sich in den Wintermonaten einfach langsamer und entspannter zu bewegen. Dies ist eine großartige Zeit, um sinnvolle Beziehungen einzugehen und Kontakte zu knüpfen. Die Geselligkeit sollten wir aber auch mit Ruhezeiten, Reflexion und Stille ausgleichen. Schließlich bieten die langsamen, schweren Kapha-Qualitäten der Wintermonate eine seltene Gelegenheit, sich zurückzuziehen und bei uns selbst „einzuchecken“.

Die Aufrechterhaltung einer vorhersehbaren Routine wird dazu beitragen, dass Vata im Winter in Balance bleibt. Kapha profitiert hingegen davon, dass die Dinge frisch und ein wenig unberechenbar sind. Hier bleibt nur die individuelle Suche nach einem angemessenen Gleichgewicht für sich selbst. So können wir bestimmte Teile des Tagesablaufes sehr rhythmisch-gleichbleibend halten, etwa die Zeiten, wann wir aufstehen, arbeiten, essen und schlafen. Andere Tageszeiten können wir für etwas Abwechslung und Spontanität nutzen.

Idealer Weise beginnen wir den Tag mit einer kurzen, aber belebenden Morgenroutine. Es ist generell angemessen, im Winter etwas länger zu schlafen, aber wir fühlen uns frischer und motivierter, wenn wir spätestens gegen 7 Uhr morgens aufstehen. Nach dem Zähneputzen sollten wir unsere Zunge säubern und etwas warmes Sesamöl im Mund ziehen und es ins Zahnfleisch einmassieren.

Unserer Haut gönnen wir eine warme Sesamölmassage und nehmen anschließend (!) eine heiße Dusche, um überschüssiges Öl abzuspülen. Danach trinken wir etwas warmes Wasser, um das Verdauungssystem zu reinigen und aufzuwecken. Noch verbleibende Trägheit schütteln wir mit ein paar Morgenübungen oder Yoga ab (siehe unten).

Ohren, Hals und Kopf sollten wir draußen in der Kälte immer gut mit einem Schal oder Hut bedecken. Ich persönlich trage im Winter besonders gerne leuchtende, wärmende Farben wie Rot und Orange.

Vor dem Schlafengehen – so gegen 22 oder 23 Uhr – ist ein wenig Sesamöl auf der Kopfhaut und auf den Fußsohlen sehr zu empfehlen.

Sport im Winter

Bewegung ist auch im Winter eine der besten Möglichkeiten, um eine körperliche und geistige Gesundheit zu unterstützen. Wenn Vata in der Atmosphäre vorherrscht – bei trockenem, kalten Wetter und erhöhter (sozialer) Isolation –, sind langsame, sanfte und stärkende Übungen zu bevorzugen. Wenn gerade Kapha die einflussreichere Kraft ist – etwa bei stark bewölktem Wetter und Regen oder Schnee –, neigen wir dazu, uns physisch drücken zu wollen. Dem begegnen wir mit erhöhter Dauer und Intensität unserer Trainingseinheiten.

Im Winter ist es besonders wichtig, auf den eigenen Körper zu hören. Wer sich überfordert und gestresst fühlt, sollte Vata-beruhigende Bewegungsarten wie Gehen, Tai Chi oder sanftes Yoga bevorzugen. Wer schwerfällig ist und sich schwer fühlt, sollte Kapha etwas kräftiger trainieren – vielleicht eine Fahrradtour, Joggen, eine anspruchsvolle Wanderung oder Ski-Langlauf machen.

Die beste Zeit zum Trainieren ist morgens von 6 bis 10 Uhr. Wenn das mit dem eigenen Zeitplan nicht klappt, bieten sich auch die Abendstunden von 18 bis 22 Uhr an.

Belebendes Winter-Yoga

Eine belebende und expansive Yoga-Praxis kann im Winter unser gesamtes Wohlbefinden überraschend stark unterstützen. Geeignete Stellungen umfassen Sonnengruß (Surya Namaskar), Krieger I (Virabhadrasana I), Krieger II (Virabhadrasana II), Rückwärtskrieger (Viparita Virabhadrasana) sowie Vorwärtsbeugen und Rückwärtsbeugen. Körperhaltungen, die den Stoffwechsel anregen, wie Cobra (Bhujangasana), Bogen (Dhanurasana), Seitenplanke (Vasisthasana), Wirbelsäulenrollen, Beinlifting und Rückendrehungen wie Revealed Abdomen Variation (Jathara Parivartanasana Variation) sind ebenfalls sehr geeignet.

Dabei können wir unser Tempo täglich anpassen, um mit dem aktuellen Klima und inneren Bedürfnissen in Einklang zu kommen: Wenn Vata in der Atmosphäre vorherrscht oder wenn wir uns gestresst und erschöpft fühlen, bewegen wir uns langsam und sanft. Wenn Kapha einen stärkeren Einfluss hat oder wenn wir uns unmotiviert und lethargisch fühlen, bewegen wir uns schneller, um den Atem zu beschleunigen und innere Wärme zu intensivieren.

So oder so, üben wir mit Absicht und Präzision unsere Positionen ein. Wir öffnen unser Herz und halten die Positionen lang genug, um uns herausgefordert zu fühlen. Wenn wir versuchen Vata auszugleichen, schließen wir die Yoga-Sitzung mit einer langen Savasana-Pose ab. Wenn wir Pranayama praktizieren, werden Kapalabhati (Schädelglanzatem), Bhastrika (Blasensprudeln) und Surya Bhedana (Sonnenatem) ein Gefühl der Leichtigkeit in unseren Geist bringen. Sie sind alle wunderbar, um Wärme, Kreislauf und die Verdauungskapazität zu erhöhen. Full Yogic Breath und Nadi Shodhana (Wechselatmung) gleichen besonders bei hohem Vata oder Stress aus.

Kommen Sie bitte bei bester Gesundheit gut durch die Winterzeit!

Herzliche Grüße

Ihr euroved Team

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Ayurveda-Tipps für den Herbst

Blätter färben sich, die Temperaturen sind einfach nicht mehr das, was sie noch vor ein paar Wochen boten, und die Tage werden merklich kürzer. Der Herbst ist da!

Auch unser Körper beginnt bereits, sich auf die kalte und dunkle Jahreszeit einzustellen. Deswegen ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt, sich ayurvedisch auf die neue Jahreszeit vorzubereiten. Denn wenn wir im Herbst gesund und munter bleiben wollen, sollten wir proaktiv handeln, um Störungen unseres Gleichgewichts von vornherein entgegenzuwirken. Der Ayurveda kennt dabei effektive Mittel, um Erkältungskrankheiten wie Schnupfen, Husten und Bronchitis vorzubeugen.

Der Herbst ist Vata-Zeit

Der Herbst ist trocken, rau, windig, unregelmäßig, kühl, subtil und zugleich klar. Das alles sind Qualitäten, die wir dem Vata-Dosha zuschreiben. Deshalb sprechen wir beim Herbst auch gerne von einer Vata-Jahresszeit.

Vata wiederum ist vor allem durch das Luftelement geprägt. Und während äußerlich der Herbstwind alles durcheinanderwirbelt, sind wir innerlich oft ähnlich aufgewühlt. Gerät das erhöhte Vata aber außer Rand und Band, drohen vor allem Krankheiten wie Erkältung und Grippe.

Aus Sicht des Ayurveda geht es im Herbst also vor allem darum, Vata zu besänftigen. Deswegen sorgen wir als erstes für Wärme, indem wir z. B. Kleidung mit Bio-Baumwolle oder Seiden-Wollgemischen sowie bei Wind oder Zugluft Mützen und Schals tragen. Nährende Mahlzeiten und ausreichend Flüssigkeit werden wichtiger, ebenso eine innere Erdung – zum Beispiel durch eine verstärkte Regelmäßigkeit unserer Aktivitäten. So bereiten wir uns auch optimal auf den Winter vor.

Yoga-Übungen für den Herbst

Wie in jeder Jahreszeit, beginnen wir den Tag idealer Weise mit ein paar einfachen Yoga-Übungen. Insbesondere Vorwärts- und Rückwärtsbeugen, Drehbewegungen der Wirbelsäule, Kamel, Kobra, Kuh und Katze sind empfehlenswert. Eine gute Übung, um die Schilddrüse und damit den Stoffwechsel zu stimulieren, ist der Schulterstand.

Zum Aufwärmen ist der Sonnengruß ideal. Er kann entsprechend des Lebensalters und der angeborenen Konstitution (herauszufinden mit dem Ayurveda-Test) entweder dynamisch oder ruhiger ausgeübt werden. Die Entspannungshaltung Savasana am Ende der Yoga-Sitzung hilft uns, die Verbindung mit unserem inneren Selbst zu erspüren.

Ayurvedische Öle für den Herbst

Tief entspannt durch die Yoga-Übungen kann jetzt die für den Herbst ideale nährende Ölung des Körpers folgen. Im Ayurveda ölen wir uns vor dem Duschen ein! Denn die anschließende heiße Dusche dient dazu, das Kräuter-Öl in den Körper einzuschleusen und so die verschiedenen Gewebe (Dhatus) zu nähren.

Das Öl wird also über die Haut gewissermaßen als Nahrung aufgenommen und über unser Gefäßsystem in die Zellen gebracht. Aus ayurvedischer Sicht empfehlen sich im Herbst besonders Öle, die Winterkirsche (Ashwagandha) und indischen Spargel (Shatavari) enthalten (etwa Bai 385 und Bai 85 von Euroved). Alternativ bieten sich Einläufe an, die aus Abkochungen mit diesen oder anderen erdenden Pflanzen (Dashmoola-Pulver) hergestellt werden.

Ayurvedisches Essen und Trinken im Herbst

Den herbstlichen Morgen beginnen wir stets mit einem Glas warmem Wasser. Auch sonst sollten wir in dieser windigen Jahreszeit warme Getränke zu uns nehmen. Besonders empfehlenswert sind Kräutertees wie Bai 101 von Euroved, die auch von ihren Inhaltsstoffen her wärmend wirken. Ein besonders leckeres und belebendes Rezept ist grüner Tee mit Ingwer und Rosmarin. Den Abend können wir mit einer Gewürzmilch aus Vollmilch oder als vegane Alternative aus Hafer-, Soja oder Mandelmilch ausklingen lassen.

Im Herbst sollte warmes und leichtes Essen mit frischem Suppen und Bio-Gemüse unseren Speiseplan dominieren. Damit die Speisen etwas nährender wirken, können wir sie auch ölen – durch Zugabe eines Extralöffels Ghee oder Leinöl (Kapha-Typen sollten hiermit sehr sparsam umgehen).

Sehr gut zuträglich ist natürlich auch im Herbst der ayurvedische Klassiker Kitchari aus Basmati-Reis und Mung Dal. Besonders leicht verträglich ist eine Gemüsesuppe mit Ingwer. Außerdem sei das Rezept für ein ayurvedisches Süßkartoffel-Curry empfohlen.

Powerpaket, um Sie Fit und gesund durch die kalten Tage zu belgeiten

Die wohl wichtigste Speise aus Sicht des Ayurveda ist im Herbst Chyawanprash, ein Fruchtmus basierend auf der Amla-Frucht. Dabei handelt es sich um die indische Stachelbeere, die alle drei Doshas in Einklang bringt und zugleich einen hohen natürlichen Anteil Vitamin C enthält.

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Ayurveda-Tag 2021 – Erscheinungstag des Dhanvantari

Am 2. November 2021 findet weltweit wieder der Ayurveda-Tag statt. Doch was hat es mit diesem Datum eigentlich auf sich? Und was genau feiern die Ayurveda-Praktizierenden in aller Welt?

Dhanvantari gilt in der hinduistischen Mythologie als göttlicher Patron des Ayurveda. In vielen Ayurveda-Praxen und -Kliniken weltweit wird regelmäßig des Dhanvantari gedacht. In Indien erweisen dabei Ayurveda-Ärzte aller Glaubensrichtungen, also auch etwa christliche und muslimische Ayurveda-Vertreter, dem Dhanvantari ihre Verehrung. Jedes Jahr im Herbst wird der Erscheinungstag des Dhanvantari gefeiert. Das genaue Datum variiert aber, da es – wie z. B. auch das Osterfest – von den Mondphasen abhängig ist.

Nach einer weit verbreiteten Version des traditionellen Kalenders feiert man den Erscheinungstag des Dhanvantari am 13. Tag der dunklen Hälfte des Monats Kartik (daraus resultiert die Sanskrit-Bezeichnung Dhanvantari-Trayodaśī – also „der Dreizehnte des Dhanvantari“ – für diesen Tag). Für viele Hindus markiert dieser Tag den Beginn des großen Lichterfestes Dipavali (auch: Diwali), das über insgesamt fünf Tage begangen wird.

In diesem Jahr fällt der Erscheinungstag des Dhanvantari auf den 2. November.

Die Gestalt des Dhanvantari und seine Erscheinung sind eng verbunden mit einem alten Mythos von der Quirlung des Milchozeans, der in vielfältigen Versionen erzählt wird. Nach einer weit verbreiteten Form dieses Mythos (nach Bhāgavata-Purāṇa 8.8) litten einst Götter und Dämonen daran, dass sie keinen Unsterblichkeitstrank mehr besaßen. Der höchste Herr riet ihnen darauf, dass sie sich zusammentun sollten und gemeinsam den unermesslichen Milchozean quirlen, um wieder den Unsterblichkeitstrank (Sanskrit: Amṛta) zu erlangen. Dies taten Götter und Dämonen nun und bei der großen Quirlung des Milchozeans kamen verschiedene Dinge und Wesen zum Vorschein, bis schließlich die prächtige Gestalt des Dhanvantari erschien und in seiner Hand den Topf mit dem Unsterblichkeitstrank hielt.

Nach der traditionellen Auffassung gilt Dhanvantari auch als eine Inkarnation (Avatāra, wörtlich „Herabkunft“) des Gottes Viṣṇu. Darstellungen des Dhanvantari in Bild und Skulptur können dabei durchaus vielfältig sein. Charakteristisch ist dabei stets die Hand, die den Topf mit dem Unsterblichkeitstrank trägt. Häufig wird Dhanvantari aber mit vier Händen dargestellt und hält dann in einer anderen Hand entweder einen Blutegel als Zeichen der chirurgischen Kunst, ein Heilkraut oder ein Buch als Symbol für die Wissenschaft des Ayurveda. In den beiden anderen Händen finden sich dann häufig Muschelhorn und Diskus als Zeichen des Gottes Viṣṇu.

Für alle, die in irgendeiner Form Ayurveda praktizieren, ist der Erscheinungstag des Dhanvantari ein besonderer Tag. Aus diesem Grunde feiert die indische Regierung seit 2016 an diesem Tag den „Ayurveda-Tag“. Nach der Erklärung des indischen AYUSH-Ministeriums soll „der Ayurveda-Tag das Bewusstsein in den Kulturen der Welt fördern für eines der ältesten, am besten dokumentierten und durchgehend praktizierten Medizinsysteme unserer Welt. Der ganzheitliche Ansatz des Ayurveda zur Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten ist ein Schatz für die Gesundheit aller in unserer Zeit.“

Das gesamte euroved-Team wünscht Ihnen Glück und Segen zum Erscheinungstag des Dhanvantari.

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Panchakarma-Kur

Panchakarma ist eine bewährte ayurvedische Kur zur Ausleitung von giftigen Substanzen, Stoffwechselschlacken und Krankheitsursachen. Körpereigene Selbstheilungskräfte werden aktiviert und leiten eine tiefgreifende, dauerhafte Regeneration ein.

Was bedeutet Panchakarma?

Eine Panchakarma-Kur ist gewissermaßen die „Königsdisziplin“ des Ayurveda. Das Wort „Panchakarma“ setzt sich zusammen aus „Pancha“ (fünf) und „Karma“ (Handlung bzw. Behandlung). Es handelt sich also um ein ayurvedisches Therapiekonzept mit fünf Behandlungsmethoden, die in ihrer Kombination eine einzigartige Entgiftung des Körpers ermöglichen.

Wie immer im Ayurveda, werden die Behandlungen bei einer Panchakarma-Kur individuell auf den Patienten abgestimmt. Mit anderen Worten: Nicht jeder Patient durchläuft alle fünf Ausleitungsmethoden. Diese Differenzierung unterscheidet Panchakarma auch von Ausleitungsverfahren in der westlichen Naturheilkunde.

Wie läuft eine Panchakarma-Kur ab?

Am Beginn einer jeden Panchakarma-Kur steht die ausführliche Anamnese des Gesundheitszustands des Patienten. Der behandelnde Ayurveda-Arzt stellt unter Berücksichtigung der individuellen Konstitution (siehe der Ayurveda-Test) Kräuter, Ernährung, Meditation, Yoga und Behandlungen zusammen, die am besten für die Entgiftung geeignet sind.

Grundsätzlich bieten sich folgende fünf Behandlungsmethoden bei einer Panchakarma-Kur an, zzgl. vorbereitender Maßnahmen:

Der eigentlichen Panchakarma-Kur geht Purvakarma, eine vorbereitende Maßnahme voraus. Es handelt sich dabei um eine innere und äußere Ölung (Snehan), die den Körper auf die bevorstehende Ausleitung vorbereitet.

Viele Kliniken bieten während dieser „Aufwärmphase“ zusätzlich Yoga und Meditation an, so dass die Patienten sich vollkommen auf die nun einsetzenden Heilungsprozesse einlassen können. Außerdem unterstützen diese Maßnahmen zusammen mit entsprechender Ernährung die Ansammlung der Doshas, damit die Ausleitung effektiver wird.

Die erste Behandlungsmethode bei einer Panchakarma-Kur ist Vamana, das therapeutische Erbrechen. Nicht jeder Patient braucht Vamana, es ist aber sehr hilfreich bei einem gestörtem Kapha-Dosha.

Erhöhtes Kapha kann wiederum zu Lungenstau, chronischer Bronchitis, Erkältungen, Husten oder Bronchial-Asthma sowie Wassereinlagerungen und auch manchen psychischen Problemen führen.

Bevor Vamana initiiert wird, sollte der Patient schon einige Tage täglich die für ihn passende Menge eines für seine Konstitution stimmigen Öles oder Ghees trinken – und zwar so lange, bis der Stuhl eine ölige Konsistenz aufweist. Zudem ist die diätische Kost so ausgerichtet, dass Kapha im Körper vor dem Erbrechen noch gesteigert wird, um es so leichter ausleiten zu können.

Der eigentliche Brechreiz wird bei Vamana durch die Gabe von Salzwasser, Süßholztee und anderen Substanzen sehr stark erleichtert. Ein Reiben bzw. Drücken der Zunge führt dann zum gewünschten Effekt. Bei diesem Prozess werden sehr oft auch emotionale Blockaden gelöst, die sich in den „Kapha-Arealen“ des Körpers, also der Lunge, den Bronchien und im Magen, befinden.

Nach der Durchführung von Vamana, vornehmlich morgens, sollte unbedingt bis zum frühen Abend geruht und gefastet werden.  Der Patient wird aber schon in dieser Phase bemerken, dass er wieder frei atmen kann, Leichtigkeit im Brustkorb verspürt, über klares Gedankengut und eine klare Stimme verfügt und einen guten Appetit aufweisen kann. Alle Symptome der „Bedrückung“ sollten in diesem Stadium verschwunden sein.

Wenn Gallenflüssigkeit im Übermaß produziert wird, entsteht gleichzeitig in der Gallenblase ein deutlicher Pitta-Überschuss. Dies gilt auch für die Leber und den Dünndarm. Die unangenehmen Resultate sind u. a. Akne, chronische Fieberattacken, entzündliche Erkrankungen, Erbrechen, Übelkeit und u. U. sogar Gelbsucht.

Um dem Pitta-Überschuss beizukommen, eignet sich die therapeutische Anwendung von Virechana, einer Darmreinigung. Hierzu werden u. a. Abführmittel benutzt wie Senna-Blätter-Tee (allerdings nicht bei Vata-Überschuss!), ein Glas Milch mit zwei Teelöffeln Ghee, Backpflaumen, Kleie, Leinsamen, Löwenzahnwurzel, Flohsamen, Rizinusöl, Mangosaft und Triphala. Durch die Ausleitung kann das überschüssige Pitta im Darm befriedet werden, wodurch die Ursache für die genannten Erkrankungen entfällt.

Virechana eignet sich allerdings nicht, wenn ein niedriges Agni (Verdauungsfeuer) diagnostiziert wurde, akutes Fieber oder Durchfallerkrankungen bestehen – oder auch ernstzunehmende Verstopfungen. Alkoholismus, Dehydrierung oder eine bereits bestehende körperliche Schwäche sind ebenfalls Kontraindikationen. Auch Kinder und sehr alte Menschen sollten von Virechana absehen.

Die dritte Ausleitungsmethode im Ramen einer Panchakarma-Kur ist Basti, eine Darmspülung. Sie wird vor allem gegen stark erhöhtes Vata (das im Darm vorherrschende Dosha) und die zahlreichen dadurch entstehenden Beschwerden eingesetzt.

Beim ayurvedischen Basti werden Kräuter-Abkochungen mit oder ohne medizinische Öle angewendet und durch das Rektum in den Darm eingebracht. Traditionellen Schriften zufolge unterscheidet der Ayurveda acht verschiedene Arten von Basti, die alle mit eigenen Indikationen und Kontraindikationen ausgewiesen sind. In der Regel sind mehrere Einläufe über einen längeren Zeitraum nötig.

Die ayurvedische Darmspülung wird allgemein bei den folgenden Beschwerdebildern im Panchakarma angewendet: Verstopfungen, Schmerzen im unteren Rücken und Muskelverkrampfungen, Gicht, Rheuma, Arthritis, Nervenkrankheiten, Vata-Kopfschmerz, Auszehrung und Muskelschwund.

Richtig angewendet hilft Basti auch gegen Magenüberdehnung, chronisches Fieber, Erkältungen und bei sexuellen Beschwerden, aber auch bei Nierensteinen, Herzschmerzen, Rückenschmerzen, Hüftschmerzen und anderen Gelenkbeschwerden.

Gegen eine Basti-Darmreinigung mittels Spülung spricht, wenn zuvor folgende Symptome festgestellt wurden: Durchfall, Blutungen am Rektum, chronische Verdauungsstörungen, Atemlosigkeit, Diabetes, Fieber, starke Anämie, Lungentuberkulose. Auch für ältere Menschen und Kinder ist diese Art der Ausleitung nicht geeignet.

Die Nase ist das Eingangstor zu Gehirn und Bewusstsein. Bei Krankheitssymptomen im Kopfbereich bietet es sich deswegen an, Präparate wie Kräuteressenzen durch Nasya, eine Nasenspülung oder Nasenmedikation über die Nase zu verabreichen.

Über das Einatmen und Luftholen durch die Nase gelangt Prana, die Lebensenergie, in den Körper. Prana ist maßgeblich an mentalen Prozessen wie Gedächtnisleistungen, Konzentrations- und intellektuellen Fähigkeiten beteiligt. Sind diese oder das Prana selbst beeinträchtigt, können auf körperlicher Ebene Kopfschmerzen, Krämpfe und Amnesien auftauchen und sensorische Fähigkeiten eingeschränkt werden.

Häuft sich das Auftreten verschiedener Körperflüssigkeiten im Hals-, Nasen- und Ohrenbereich wie z. B. in den Nebenhöhlen oder in der Kehle, bietet sich Nasya als Gegenmittel an, um mögliche Verstopfungen zu lösen und zu beseitigen. So kann u. a. auch Migräne, Krämpfen sowie verschiedenen Augen- und Ohrenerkrankungen entgegengewirkt werden. Das Luftholen durch die Nase fällt nach einer Nasya-Anwendung wesentlich leichter.

Im Ayurveda werden sechs Arten von Nasya unterschieden, wobei u. a. folgende Substanzen zum Einsatz kommen:  Brahmi, Calmus, Ghee, medizinierten Ölen, Abkochungen von Kräutern in Milch.

Von einer Nasya-Behandlung abzuraten ist bei Infektionen der Nasennebenhöhlen, Schwangerschaft, Menstruation, nach sexuellen Aktivitäten, Bädern, Mahlzeiten oder Alkoholkonsum. Kinder unter sieben Jahre und Erwachsene über 80 Jahre sollten ebenfalls keine Nasya durchführen.

Die fünfte Ausleitungsmethode bei einer Panchakarma-Kur ist Raktamokshana – der Aderlass. Die Behandlung dient dazu, das Blut zu reinigen und wieder „aufzufrischen“.

Dies kann aus ayurvedischer Sicht notwendig werden, wenn Toxine aus nicht vollständig verdauter Nahrung über den Darm in unser Blut gelangt und ungehindert durch Körper und Organe zirkulieren. Dieser Zustand wird auch als Toxämie bezeichnet, eine der Grundvoraussetzungen bspw. für wiederkehrende Infektionen, Bluthochdruck und andere Kreislaufprobleme. Aber auch mehrmalige Hautirritationen wie Akne, Herpes, Ekzeme, Ausschläge können ihren Ursprung in dieser Befindlichkeit des Körpers haben.

Durch die sich in der Leber zersetzenden Blutkörperchen entsteht Pitta. Bei starkem Anstieg des Pitta kann dieses in das Blut übergehen und dort ein toxisches Umfeld schaffen. Solche Pitta-Erkrankungen können sich z. B. äußern als Nesselfieber, Hautausschläge, Akne, Ekzeme, Krätze, chronischer Juckreiz, Gicht sowie als vergrößerte Leber oder Milz.

Durch das Abnehmen einer kleinen Menge von Blut aus den Venen, kann der Pitta-Überschuss dort reduziert werden und somit wird auch das toxische Umfeld befriedet. Außerdem bewirkt der Aderlass, dass die Milz verstärkt antitoxische Substanzen produziert, was wiederum das Immunsystem stabilisiert.

Ein solcher Raktamokshana-Aderlass darf nicht angewendet werden bei Anämie, extremer Schwäche des Patienten, Diabetes, bei Kindern und alten Menschen, während Schwangerschaften und der Menstruation.

Was sind die Ergebnisse von Panchakarma?

Patienten, die eine Panchakarma-Kur gemacht haben, erfahren bei chronischen Erkrankungen oft deutliche Besserungen oder sie werden ganz geheilt. Viele berichten, dass sie endlich wieder klar denken können, sich befreit, stark und jung fühlen. Sie sind beweglicher, haben am ganzen Körper straffere Haut. Man sieht, dass ihre Augen leuchten. Die meisten fühlen sich attraktiver als vor der Panchakarma-Kur und sind ihrem Idealgewicht erheblich nähergekommen. Voller Energie und wiedergewonnener Kreativität wissen sie, wo sie anpacken und wie sie ihr Leben gestalten wollen.

Wollte man die Vorteile von Panchakarma mit dem ayurvedischen „Fachvokabular“ ausdrücken, so ergibt dies in etwa folgende Aufzählung:

  • Körpergewebe (Dhatus) werden entschlackt.
  • Körperliche Kanäle (Srotas) werden wieder frei und funktionstüchtig.
  • Stoffwechsel-Abfallprodukte (Malas) werden reibungslos und vollständig ausgeschieden.
  • Die drei Doshas Vata, Pitta und Kapha werden ausgeglichen.
  • Das Verdauungsfeuer (Agni) im Körper wird aktiviert.
  • Ein „überfüllter“ Verstand und seine Kanäle (Manavahasrotas), die zum Beispiel durch zurückgehaltene Emotionen blockiert sein können, werden befreit.

Etwas allgemeinverständlicher und den modernen Westler ausgedrückt, sind die Vorteile einer Panchakarma-Kur:

  • Stärkung des Immunsystems
  • Verlangsamung des Alterns
  • Vorbeugung gegen Falten
  • Verbesserung der persönlichen Leistungen
  • Entwicklung einer optimistischen Einstellung
  • Entstehung einer wunderschönen, sanften und leuchtenden Haut
  • Entwicklung eines starken, gesunden und attraktiven Körpers

Für wen eignet sich eine Panchakarma-Kur?

Weil Panchakarma einen so umfassenden und tiefgreifenden Reinigungs- und Genesungsprozess anstößt, ist es vor allem Menschen in den mittleren Lebensjahren anzuraten. Nämlich genau dann, wenn es darum geht, sich von bisherigen Vergiftungen zu befreien und bestehende Ungleichgewichte auszugleichen.

Panchakarma doktert dabei nicht an den Folgen des für die Gesundheit bisher unzuträglichen Verhaltens herum, sondern setzt direkt neue Ursachen für mehr Gesundheit. Der Organismus verjüngt sich gewissermaßen und mobilisiert seine ihm innewohnenden Kräfte. Das aber ist die beste Abwehr für alle Arten von Krankheiten, sei es die einfache Grippe im Winter, seien es langwierige Allergien oder seien es psychische Probleme.

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Ayurveda Day 2020

Weltweit wird am Freitag, 13. November, der Ayurveda Day 2020 gefeiert. Auch in Deutschland trifft sich die ayurvedische Gemeinschaft online beim Indischen Konsulat in Hamburg.

Der Ayurveda Day wird in aller Welt von verschiedensten Gemeinschaften, Organisationen und Unternehmen begangen, um die alt-indische Gesundheitslehre publik zu machen. Außerdem tauschen sich die ayurvedischen Experten über Erkenntnisse und Pläne für die Zukunft aus.

In Deutschland veranstaltet das Indische Konsulat in Hamburg aufgrund der Corona-Pandemie ein Online-Event. Unter den namhaften Rednern ist auch Dr. med. Harsha Gramminger, die für die European Ayurveda Association (EUAA) e.V. spricht.

Die englischsprachige (!) Online-Veranstaltung ist 14-17 Uhr geplant. Harsha Grammingers Beitrag wird gegen 14:30 Uhr gestreamt.

Weitere Infos gibt es bei Facebook. An der Veranstaltung können Sie via Zoom oder Youtube live teilnehmen.

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Ayurveda-Kochbuch von Dr. med. Harsha Gramminger mit zahlreichen Rezepten

Konstitutionsgerecht kochen

Spezielle Kitchari-Rezepte für Vata-, Pitta- oder Kapha-Typen gibt es im Ayurveda-Kochbuch von Dr. med. Harsha Gramminger!

Interview mit Dr. Vasant Lad

Der bekannte Ayurvedaarzt Dr. Vasant Lad erzählt im Gespräch mit Laura Malina Seiler worauf es im Leben wirklich ankommt.

Coach und Autorin Laura Malina Seiler hat im Vorfeld des Filmstarts zur Biografie von Dr. Vasant Lad ein inspirierendes Interview mit dem Ayurvedaexperten geführt.

Im Gespräch geht es vor allem um diese Themen:

  • Was ist Ayurveda und wie kann man die Wissenschaft des Lebens für sich nutzen?
  • Warum ist Selbsterkenntnis der Schlüssel zu einem gesunden und erfüllten Leben?
  • Wie wirkt Ayurveda auf der psychologischen Ebene?
  • Wie hört man auf, sich immer mit anderen Menschen zu vergleichen?
  • Wie löst man Ängste auf?
  • Worum geht es im Leben eigentlich?

Das gesamte Interview gibt es im Podcast von Laura Malina Seiler zu hören. Dort kann auch eine deutsche Übersetzung des Gesprächs nachgelesen werden.

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Leben & Wirken von Dr. Vasant Lad – jetzt im Kino

Dr. Vasant Lad gilt als einer der großen Ayurveda-Experten unserer Zeit. Seine Biografie wurde jetzt verfilmt und kommt auch in die deutschen Kinos!

In seinem neuen Film „Der Doktor aus Indien“ erzählt Jeremy Frindels die faszinierende Geschichte von Dr. Vasant Lad und seiner Lebensaufgabe, die alt-indische Heilkunst Ayurveda in den Westen zu bringen. Das eindringliche Porträt dokumentiert das Leben und die Arbeit des Arztes und Gelehrten.

Dr. Vasant Lad wird anlässlich seines alljährlichen Ayurveda-Workshops an der Euroved Akademie den Film in Deutschland vorstellen:

  • Köln: 27. Juli 2018, im Odeon-Kino
  • Berlin: 31. Juli 2018 im Kunstfilm 66

Ab 23. August 2018 läuft der Film dann in deutschen Kinos. Spieltermine und weitere Infos gibt es unter www.derdoktorausindien.de.

Trailer: Der Doktor aus Indien

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Grüner Tee mit Ingwer und Rosmarin

Wie wäre es mit einem leckeren ayurvedischen Tee? Der grüne Tee mit Ingwer und Rosmarin ist insbesondere im Herbst und im Winter ein köstliches Getränk. So lassen wir uns durchwärmen und spüren, wie belebend so eine Tasse Tee nach Kälte und Regen wirken kann.

Das Rezept für den Grüner Tee mit Ingwer und Rosmarin

  • Kapha senkend
  • Vata neutral
  • Pitta erhöhend

Der Ayurveda-Tee stimuliert Pitta und senkt Kapha, vor allem, wenn er mit Akazienhonig genossen wird.

Zutaten

Für 2 Portionen
  • Grüne Teeblätter (am besten in Bioqualität)
  • 500 ml Wasser
  • 1 kleine Ingwerknolle (geschält)*
  • 2 kleine Rosmarinstängel
  • Akazienhonig (vegane Alternative: Agavendicksaft oder Vollrohrzucker)
* Diese Zutaten sind in der Nährwertberechnung nicht enthalten.

Zubereitung des grünen Tees

  • 12 Minuten

Schwierigkeit: Einfach

  1. Wasser mit 2 Scheiben Ingwer aufkochen und ca. 5 Minuten ziehen lassen.
  2. 2 gestrichene Teelöffel grünen Tee in einen Teefilter geben und mit dem Ingwerwasser
    überbrühen.
  3. Ein bis zwei Minuten ziehen lassen – aber nicht länger, da der Tee sonst bitter wird. Den Tee
    herausnehmen.
  4. In ein Teeglas jeweils eine Scheibe frischen Ingwer und einen Rosmarinstängel geben, Tee
    eingießen.
  5. Der Tee kann mit Kandis oder Honig gesüßt werden.

Ernährungsinfo

Energie

Brennwert

Eiweiß

Fett

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Ayurveda-Kochbuch von Dr. med. Harsha Gramminger mit zahlreichen Rezepten

Konstitutionsgerecht kochen

Spezielle Kitchari-Rezepte für Vata-, Pitta- oder Kapha-Typen gibt es im Ayurveda-Kochbuch von Dr. med. Harsha Gramminger!

Ayurvedisches Süßkartoffel-Curry

Wer ein warmes, nährendes Mittagessen für die kalte Jahreszeit sucht, sollte das ayurvedische Süßkartoffel-Curry probieren: Es ist zugleich nährend und leicht, so dass Menschen in den Ausbildungsjahren oder Berufstätige nach dem Essen ohne größere Ermüdungserscheinungen weiterarbeiten oder lernen können.

Ayurvedisches Süßkartoffel-Curry-Rezept

  • Kapha erhöhend
  • Vata senkend
  • Pitta senkend

Das vegetarische Süßkartoffel-Curry befriedet Vata und Pitta und erhöht Kapha. Wer besondere Varianten für Vata-, Pitta- oder Kapha-Konstitutionen sucht, findet am Ende des Rezepts noch Lektüretipps.

Zutaten

Für 4 Portionen
  • 1 kg Süßkartoffeln
  • 3 EL Ghee (vegane Alternative: natives Kokosöl)
  • 2 Schalotten
  • 1 Knoblauchzehe (nicht für Pitta)
  • 2 cm fingerdicker frischer Ingwer
  • 1 TL Currypulver
  • ½ TL Kurkuma
  • ½ TL Senfsamen
  • ½ frische Chilischote (nicht für Pitta)
  • 250 ml Sojasahne
  • 2 EL Kokosflocken
  • 1 Bund frischer Koriander
  • Steinsalz*
  • Pfeffer*
* Diese Zutaten sind in der Nährwertberechnung nicht enthalten.

Zubereitung des Süßkartoffel-Currys

  • 30 Minuten

Schwierigkeit: Einfach

  1. Süßkartoffeln waschen und in kleine Würfel schneiden. Schalotten und Knoblauch abziehen und klein hacken.
  2. Ingwer schälen und klein hacken, die Chilischote halbieren, entkernen und klein schneiden.
  3. Ghee erhitzen, Senfsamen dazugeben, bis sie springen, Zwiebeln und Knoblauch hinzugeben und glasig dünsten.
  4. Ingwer, Chilischote, Currypulver und Kurkuma dazugeben, umrühren und Süßkartoffel kurz andünsten. Mit Sojasahne ablöschen und auffüllen, die Kokosflocken unterrühren. Wer es dünnflüssiger mag, kann noch etwas Sojamilch dazugeben.
  5. Das Curry ca. 10 Minuten bei sehr geringer Hitze köcheln lassen.
  6. Mit Steinsalz und Pfeffer abschmecken und mit frischen Koriander garnieren.

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Ayurvedisches Kitchari mit Gemüse

In der Ayurveda-Küche wird mit vielen Gewürzen gearbeitet. Auf diese Weise können wir direkt Einfluss auf unsere Bioenergien (Doshas) nehmen. Und wenn unsere Doshas im Einklang sind, bleiben wir gesund, fit und munter.

Kitchari – der ayurvedische Klassiker für den Alltag

Auch beim Kitchari – einer klassischen ayurvedischen Speise aus Basmati-Reis und Mungbohnen – kommen zahlreiche Gewürze zum Einsatz. Den Schriften der altindischen Lehre zufolge, unterstützt Kitchari den Körper bei der Selbstreinigung und hilft Toxine auszuleiten. Mit frischem (Bio-)Gemüse ergänzt, wird Kitchari zu einem wirklich leckeren Erlebnis!

Besonders beeindruckend an Kitchari ist, dass es auf der einen Seite sehr sättigt und befriedigt. Auf der anderen Seite fühlt man sich nach der Mahlzeit leicht und guter Dinge. Eine ideale Mahlzeit also für ein Ayurveda-Wochenende, wenn wir uns zum Beispiel für den Frühling fit machen wollen.

Tridosha-Kitchari-Rezept

  • Kapha neutral
  • Vata neutral
  • Pitta neutral

Das hier vorgestellte Kitchari-Rezept eignet sich für alle Ayurveda-Typen, ist also ein Tridosha-Kitchari. Wer besondere Varianten für Vata-, Pitta- oder Kapha-Konstitutionen sucht, findet am Ende des Rezepts noch Lektüretipps.

Zutaten

Für 4 Portionen
  • 300 g Mung Dal (halbierte gelbe Mungbohnen)
  • 300 g Basmati-Reis
  • 1 mittelgroße Karotte
  • 1 mittelgroße Zucchini
  • 4 EL Kokosflocken
  • 3 EL Ghee (wer abnehmen möchte, nimmt nur 1 EL; vegane Alternative: natives Kokosöl)
  • 1 EL klein gehackter frischer Ingwer
  • 2–3 Pfefferkörner*
  • 2 Lorbeerblätter
  • 5 grüne Kardamom-Kapseln
  • 1 Nelke
  • 2 Stück Zimtrinde
  • 1 TL Kurkuma
  • 2 TL gemahlenen Koriander
  • 1 Bund frischer Koriander
  • Steinsalz*
  • Limettensaft*
* Diese Zutaten sind in der Nährwertberechnung nicht enthalten.

Zubereitung des Kitchari

  • 45 Minuten

Schwierigkeit: Einfach

  1. Karotte schälen und mit der Zucchini in feine Würfel schneiden. Mung Dal und Basmati-Reis waschen.
  2. In einem Topf etwas Ghee erhitzen und Lorbeerblätter, Ingwer, Nelken, Zimtrinde, schwarzen Pfeffer und Kardamomkapseln bei schwacher Hitze glasig anschwitzen. Kokosflocken, Kurkuma und Koriander dazugeben und umrühren.
  3. Mung Dal und Basmati-Reis in den Topf geben und mit ca. 3 Liter Wasser für 5 Minuten bei starker Hitze kochen lassen. Hitze reduzieren, Möhren und Zucchini dazugeben und bei kleiner Hitze ca. 20 Minuten köcheln lassen.
  4. Topf vom Feuer nehmen und noch etwas ziehen lassen.
  5. Erst direkt vor dem Servieren umrühren und die festen Bestandteile der Gewürze entfernen.
  6. Mit Steinsalz abschmecken, Limettensaft überträufeln und mit Koriander garnieren.

Ernährungsinfo

Energie

Brennwert

Eiweiß

Fett

Kohlenhydrate

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Ayurveda-Kochbuch von Dr. med. Harsha Gramminger mit zahlreichen Rezepten

Konstitutionsgerecht kochen

Spezielle Kitchari-Rezepte für Vata-, Pitta- oder Kapha-Typen gibt es im Ayurveda-Kochbuch von Dr. med. Harsha Gramminger!