Ayurveda-Tipps für den Herbst

Für den Herbst hat der Ayurveda viele Gesundheitstipps

Noch ist es draußen schön warm, noch erleben wir den einen oder anderen Sonnentag, noch ist Spätsommer. Doch instinktiv spüren wir bereits den Herbst – außen wie innen. Erste Blätter färben sich, die Temperaturen sind einfach nicht mehr das, was sie noch vor ein paar Wochen boten, und die Tage werden merklich kürzer.

Auch unser Körper beginnt bereits, sich auf die kalte und dunkle Jahreszeit einzustellen. Deswegen ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt, sich ayurvedisch auf die neue Jahreszeit vorzubereiten. Denn wenn wir im Herbst gesund und munter bleiben wollen, sollten wir proaktiv handeln, um Störungen unseres Gleichgewichts von vornherein entgegenzuwirken. Der Ayurveda kennt dabei effektive Mittel, um Erkältungskrankheiten wie Schnupfen, Husten und Bronchitis vorzubeugen.

Der Herbst ist Vata-Zeit

Der Herbst ist trocken, rau, windig, unregelmäßig, kühl, subtil und zugleich klar. Das alles sind Qualitäten, die wir dem Vata-Dosha zuschreiben. Deshalb sprechen wir beim Herbst auch gerne von einer Vata-Jahresszeit.

Vata wiederum ist vor allem durch das Luftelement geprägt. Und während äußerlich der Herbstwind alles durcheinanderwirbelt, sind wir innerlich oft ähnlich aufgewühlt. Gerät das erhöhte Vata aber außer Rand und Band, drohen vor allem Krankheiten wie Erkältung und Grippe.

Aus Sicht des Ayurveda geht es im Herbst also vor allem darum, Vata zu besänftigen. Deswegen sorgen wir als erstes für Wärme, indem wir z. B. Kleidung mit Bio-Baumwolle oder Seiden-Wollgemischen sowie bei Wind oder Zugluft Mützen und Schals tragen. Nährende Mahlzeiten und ausreichend Flüssigkeit werden wichtiger, ebenso eine innere Erdung – zum Beispiel durch eine verstärkte Regelmäßigkeit unserer Aktivitäten. So bereiten wir uns auch optimal auf den Winter vor.

Yoga-Übungen für den Herbst

Wie in jeder Jahreszeit, beginnen wir den Tag idealer Weise mit ein paar einfachen Yoga-Übungen. Insbesondere Vorwärts- und Rückwärtsbeugen, Drehbewegungen der Wirbelsäule, Kamel, Kobra, Kuh und Katze sind empfehlenswert. Eine gute Übung, um die Schilddrüse und damit den Stoffwechsel zu stimulieren, ist der Schulterstand.

Zum Aufwärmen ist der Sonnengruß ideal. Er kann entsprechend des Lebensalters und der angeborenen Konstitution (herauszufinden mit dem Ayurveda-Test) entweder dynamisch oder ruhiger ausgeübt werden. Die Entspannungshaltung Savasana am Ende der Yoga-Sitzung hilft uns, die Verbindung mit unserem inneren Selbst zu erspüren.

Ayurvedische Öle für den Herbst

Tief entspannt durch die Yoga-Übungen kann jetzt die für den Herbst ideale nährende Ölung des Körpers folgen. Im Ayurveda ölen wir uns vor dem Duschen ein! Denn die anschließende heiße Dusche dient dazu, das Kräuter-Öl in den Körper einzuschleusen und so die verschiedenen Gewebe (Dhatus) zu nähren.

Das Öl wird also über die Haut gewissermaßen als Nahrung aufgenommen und über unser Gefäßsystem in die Zellen gebracht. Aus ayurvedischer Sicht empfehlen sich im Herbst besonders Öle, die Winterkirsche (Ashwagandha) und indischen Spargel (Shatavari) enthalten (etwa Bai 385 und Bai 85 von Euroved). Alternativ bieten sich Einläufe an, die aus Abkochungen mit diesen oder anderen erdenden Pflanzen (Dashmoola-Pulver) hergestellt werden.

Ayurvedisches Essen und Trinken im Herbst

Den herbstlichen Morgen beginnen wir stets mit einem Glas warmem Wasser. Auch sonst sollten wir in dieser windigen Jahreszeit warme Getränke zu uns nehmen. Besonders empfehlenswert sind Kräutertees wie Bai 101 von Euroved, die auch von ihren Inhaltsstoffen her wärmend wirken. Ein besonders leckeres und belebendes Rezept ist grüner Tee mit Ingwer und Rosmarin. Den Abend können wir mit einer Gewürzmilch aus Vollmilch oder als vegane Alternative aus Hafer-, Soja oder Mandelmilch ausklingen lassen.

Im Herbst sollte warmes und leichtes Essen mit frischem Suppen und Bio-Gemüse unseren Speiseplan dominieren. Damit die Speisen etwas nährender wirken, können wir sie auch ölen – durch Zugabe eines Extralöffels Ghee oder Leinöl (Kapha-Typen sollten hiermit sehr sparsam umgehen).

Sehr gut zuträglich ist natürlich auch im Herbst der ayurvedische Klassiker Kitchari aus Basmati-Reis und Mung Dal. Besonders leicht verträglich ist eine Gemüsesuppe mit Ingwer. Außerdem sei das Rezept für ein ayurvedisches Süßkartoffel-Curry empfohlen.

Ayurvedische Nahrungsergänzungen für den Herbst

Die wohl wichtigste Speise aus Sicht des Ayurveda ist im Herbst jedoch Chyavanprash, ein Fruchtmus basierend auf der Amla-Frucht. Dabei handelt es sich um eine indische Stachelbeere, die alle drei Doshas in Einklang bringt und zugleich natürliches Vitamin C enthält. Chyavanprash ist außerdem mit leckeren Gewürzen angereichert und schmeckt als Marmelade auf einem Stück Brot sehr lecker. Wer mag, kann sich auch gerne einen Löffel des Fruchtmuses in ein Glas warmes Wasser oder eine Tasse Tee einrühren.

Bei Euroved haben wir für jedes Dosha ein spezielles Fruchtmus parat:

Alle vier Ayurveda-Produkte helfen, die Doshas ins Gleichgewicht zu bringen. Und sind Vata, Pitta und Kapha im Einklang, bleiben wir auch in der Erkältungszeit gesund, munter und gelassen.

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