Der Vata-Typ im Ayurveda

Die besten Tipps für Alltag, Ernährung, Yoga & Meditation

Ist bei einem Menschen das Vata-Dosha besonders ausgeprägt, sprechen wir von einem Vata-Ayurvedatyp. Damit der eher luftige und kreative Vata-Typus gesund bleibt und sich nicht übermäßig auspowert, empfehlen sich einige besondere Gesundheitstipps.

Was bedeutet Vata?

Jeder Mensch verfügt von Geburt an über eine individuelle Kombination der drei Doshas (Lebenskräfte) Vata, Pitta und Kapha. Diese Konstitution – auch Ayurveda-Typ genannt – ist in der ayurvedischen Medizin von herausragender Bedeutung.

Das Vata-Dosha enthält die Eigenschaften der Elemente Äther und Luft. Vata ist für unsere Energie und Bewegung zuständig sowie für die Nervenimpulse. Atem, Sprache, Kreislauf, Verdauung – all das ist Ausdruck von Vata.

Charakter des Vata-Typs

Menschen, bei denen Vata dominiert, erleben wir als enthusiastisch, luftig, kreativ. Sie haben eine schnelle Auffassungsgabe und sind Neuem gegenüber aufgeschlossen. Außerdem sind sie aktiv und bewegen sich gerne. Wir mögen ihre Leichtigkeit, aber nicht ihre Vergesslichkeit.

Vata-Menschen lieben die Musik und den Tanz. Sie können beim Hören klassischer Musik gut entspannen, sie mögen warme und sanfte Ölmassagen und können dabei sich und die Welt vergessen. Grundsätzlich sorgen ein gemütliches Ambiente und weiche Stoffe wie Seide, Seiden-Wollgemisch und Baumwolle auf der Haut für innere Balance. Die Räume, in denen sie leben, sollten Wärme und Gemütlichkeit ausstrahlen. Ein Kuschelsessel oder Sofa mit einer weichen flauschigen Decke hilft ihnen, schnell zu entspannen.

Ihre Spontaneität verleitet Menschen mit Vata-Konstitution manchmal zu unüberlegten, sinnlosen Geldausgaben. Wenn Vata-Menschen hingegen in Ausgeglichenheit leben, bleiben sie ein Leben lang lebendige, freundliche und kreative Wesen. Sie sind dem Spirituellen sehr verbunden, weshalb ihnen das Meditieren leichtfällt, sofern sie sich die Zeit dazu nehmen.

Körperliche Eigenschaften des Vata-Typs

Vata-Typen sind meist sehr kleine oder sehr große Menschen. Ihre Statur ist eher zartgliedrig und sehnig, wie z. B. bei Marathonläufern oder auch Models.

Vata-Menschen neigen zu dünner Haut, krausem Haar und Zahnunregelmäßigkeiten. Ihre Augen sind meist klein und bewegen sich rasch hin und her. Im Sommer werden Menschen mit dominantem Vata durch die Sonne tiefbraun, was allerdings der ohnehin zur frühen Alterung neigenden Haut noch mehr Schaden zufügt.

Typische Vata-Störungen

Euroved - Vata-Ayurvedatyp-Störung

Menschen vom Vata-Typus können rastlos werden und das Essen vergessen, was ihrer häufig wechselhaften Verdauung noch mehr schaden kann. Aufgrund der Geschäftigkeit auf verschiedensten Ebenen neigen sie zu Schlafstörungen.

Sind Vata-Typen längere Zeit aus dem Gleichgewicht, können Ängstlichkeit und Nervosität hinzukommen. Leben sie ein unregelmäßiges Leben, können sie zu rheumatoider Arthritis und anderen Gelenkbeschwerden neigen.

Gesundheitstipps für Vata-Typen

Überwiegt Vata in der persönlichen Konstitution, sollte eher nicht gefastet werden. Schwere körperliche Anstrengung und das Arbeiten in klimatisierten Räumen sind ebenso zu vermeiden, wie starke Chiropraktik. Vata-Typen sollten versuchen, sich an warmen und feuchten Orten aufzuhalten, ein ruhiges, sicheres und komfortables Umfeld zu kreieren.

Ölbäder, Regelmäßigkeit, gutes Essen und Trinken und immer wieder Ruhe bedeuten Heilung für den Vata-Typ. Besonders empfohlen sind sanfte und entspannende Massagen mit Bai 85 Mahanarayan Öl; außerdem klassische Musik, Tanz und Osho-Meditationen.

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Die beste Ernährung für Vata-Typen

Für Vata-Typen gilt vor allem eine Regel bei der Ernährung: Essen Sie warme Mahlzeiten zu regelmäßigen Zeiten. Ihrer Verdauung wird ein solcher Rhythmus sehr gut tun.

Des Weiteren sind für Vata-Typen folgende Lebensmittel besonders zu empfehlen:

Süße Früchte wie Banane, Kokosnuss, Apfel, Feige, Grapefruit, Trauben, Mango, Melone, Orange, Papaya, Pfirsich, Ananas, Pflaume, Beeren, Kirschen, Aprikose, Avocado.

Alle Früchte können auch als Trockenobst verzehrt werden, aber nicht zu viel. Generell gilt für Obst: Mindestens eine Stunde vor oder nach den Mahlzeiten, außerdem nicht am Abend verzehren.

Gekocht: Spargel, rote Beete, Karotte, Süßkartoffel, Rettich, Zucchini, Spinat (in geringen Mengen), Sprossen (in geringen Mengen), Tomaten (in geringen Mengen), Sellerie, Knoblauch, Zwiebel (nur gedämpft).

Hafer (gekocht), brauner Reis, Weizen.

Eier (Omelette / Rührei), Fisch, Huhn und anderes weißes Fleisch.

Keine Bohnen mit Ausnahme von Mungo-Bohnen und schwarzen Linsen.

Jaggery (getrockneter Zuckerrohrsaft), brauner Zucker.

Alle Gewürze, Pfeffer und Chili in kleinen Mengen.

Ghee (geklärte Butter), frische Milch, Paneer. Sojamilch und Tofu als Ersatz.

Alle biologischen Öle.

Als Trägersubstanz für die Einnahme von Kräutern (Anupana) empfehlen sich lauwarmes Wasser oder Milch.

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