Der Vata-Pitta-Typ im Ayurveda

Die besten Tipps für Alltag, Ernährung, Yoga & Meditation

Sind die beiden Doshas (Lebenskräfte) Vata und Pitta in etwa gleich ausgeprägt, sprechen wir von einem Vata-Pitta-Ayurvedatyp. Die Kombination der zwei Doshas bringt es mit sich, dass verschiedene Gesundheitstipps zu kombinieren sind.

Was bedeutet Vata-Pitta?

Vata, Pitta und Kapha steuern unsere körperliche, geistige und emotionale Konstitution. Deshalb spielt die jeweilige Ausprägung der Doshas im Ayurveda eine wichtige Rolle.

Der Vata-Pitta-Ayurvedatyp vereinigt das heiße, ehrgeizgesteuerte Feuer des Pitta mit dem luftig-leichten, schnell zu irritierenden Vata-Dosha, das ständig ablenkbar den Kopf ein wenig in den Wolken hat.

Je nachdem, ob Vata oder Pitta etwas stärker ausgeprägt ist, spricht man vom Vata-Pitta-Typ oder vom Pitta-Vata-Typ. Für beide lassen sich in etwa die gleichen Empfehlungen aussprechen.

Charakter des Vata-Pitta-Typs

Die Dosha-Kombination führt beim Vata-Pitta-Menschen dazu, dass er sehr kreativ und permanent voll neuer Ideen ist. Er neigt allerdings auch ein wenig zu Extremen. Das kann für Herausforderungen im Leben gelten – oder auch beispielsweise für die bevorzugten Sportarten.

Der Vata-Pitta- oder Pitta-Vata-Typ steht permanent unter Strom und definiert sich größtenteils durch eine sehr starke (innere) Anspannung. Die permanent hoch getaktete Maschine lässt den Menschen mitunter sukzessive in einen Burnout oder entsprechende depressive Neigungen laufen.

Körperliche Eigenschaften des Vata-Pitta-Typs

Menschen mit vorherrschenden Vata und Pitta sind meist sehr beweglich und haben eine schlanke bis mittlere Statur.

Typische Vata-Pitta-Störungen

Die raue und mobile Eigenschaft von Vata kann die heiße und mobile Eigenschaft von Pitta noch mehr in Wallung bringen. Deshalb trifft man bei Vata-Pitta- oder Pitta-Vata-Typen häufiger auf Verdauungsstörungen, sowohl Verstopfungen als auch Durchfälle, Magendruck, Völlegefühl, Sodbrennen, entzündliche Erkrankungen, wandernde Schmerzen, Migräne, Ein- und Durchschlafstörungen, Ruhelosigkeit, starke Wutausbrüche vermischt mit Angstzuständen sowie juckende Hautausschläge.

Gesundheitstipps für Vata-Pitta-Typen

Für den Vata-Pitta-Ayurveda-Typ gilt es vor allem das Agni (Verdauungsfeuer) zu regulieren: Meistens ist das Agni zu niedrig oder zu hoch. Regelmäßiger Sport mit mittlerer Intensität, Yoga und stille Meditation fördern das Gleichgewicht. Um das Agni auszugleichen, sind Substanzen wie Aloe Vera in Verbindung mit Plumbago Zeylanica (etwa Bai 55) geeignet. Es empfehlen sich auch Darmreinigungen mit Plantago Ovato (Bai 07).

Als Rasayana (Verjüngungsmittel) eignen sich die „10 Wurzeln“ (Bai 59), sie wirken reinigend und aufbauend auf die sieben Gewebe. Darüber hinaus: Cyavanprash Amlafruchtpaste (Bai 203) und Asparagus Racemosus (Bai 39).

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Die beste Ernährung für Vata-Pitta-Typen

Vata-Pitta-Typen sollten möglichst die Ernährungstipps für beide Doshas beachten. Dabei können aber Widersprüche auftreten.

Als Grundregel gilt: Das etwas stärker ausgeprägte Dosha hat einen gewissen Vorrang. Außerdem sollte das in der jeweiligen Jahreszeit aktivere Dosha besänftigt werden: Pitta ist von Juni bis September präsenter, Vata von Oktober bis Januar.

Generell gilt für Obst: Mindestens eine Stunde vor oder nach den Mahlzeiten, außerdem nicht am Abend verzehren.

Vata

Süße Früchte wie Banane, Kokosnuss, Apfel, Feige, Grapefruit, Trauben, Mango, Melone, Orange, Papaya, Pfirsich, Ananas, Pflaume, Beeren, Kirschen, Aprikose, Avocado. Alle Früchte können auch als Trockenobst verzehrt werden, aber nicht zu viel.

Pitta

Süße Früchte wie: Apfel, Avocado, Kokosnuss, Feige, Melone, Orange, Birne, Pflaume, Granatapfel, Mango. Trockenobst ist zu vermeiden.

Vata

Gekocht: Spargel, rote Beete, Karotte, Süßkartoffel, Rettich, Zucchini, Spinat (in geringen Mengen), Sprossen (in geringen Mengen), Tomaten (in geringen Mengen), Sellerie, Knoblauch, Zwiebel (nur gedämpft).

Pitta

Süß und bitter: Spargel, Kohl, Gurke, Blumenkohl, Sellerie, Brechbohnen, Salat, Erbsen, Petersilie, Kartoffeln, Zucchini, Sprossen, Kresse, Chicorée, Pilze.

Vata

Hafer (gekocht), brauner Reis, Weizen.

Pitta

Gerste, Hafer (gekocht), Basmati- oder weißer Reis, Weizen.

Vata

Eier (Omelette / Rührei), Fisch, Huhn und anderes weißes Fleisch.

Pitta

Eier sind ok, sonstige tierische Nahrung ist am besten zu vermeiden.

Vata

Keine Bohnen mit Ausnahme von Mungo-Bohnen und schwarzen Linsen.

Pitta

Alle Hülsenfrüchte außer Linsen.

Vata

Jaggery (getrockneter Zuckerrohrsaft), brauner Zucker.

Pitta

Brauner Zucker, Honig (nicht älter als 6 Monate).

Vata

Alle Gewürze, Pfeffer und Chili in kleinen Mengen.

Pitta

Keine Gewürze außer Koriander, Zimt, Kurkuma, Kardamom, Fenchel und etwas schwarzem Pfeffer.

Vata

Ghee (geklärte Butter), frische Milch, Paneer. Sojamilch und Tofu als Ersatz.

Pitta

Butter (ungesalzen), Ghee, Ziegenmilch, Kuhmilch, Paneer und Käse. Sojamilch und Tofu als veganer Ersatz.

Vata

Alle biologischen Öle.

Pitta

Kokosöl, Olivenöl, Sonnenblumenöl, Sojaöl.

Vata

Als Trägersubstanz für die Einnahme von Kräutern (Anupana) empfehlen sich lauwarmes Wasser oder Milch.

Pitta

Ghee, kaltes Wasser und Milch.

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