Der Pitta-Typ im Ayurveda

Die besten Tipps für Alltag, Ernährung, Yoga & Meditation

Ist bei einem Menschen das Pitta-Dosha besonders ausgeprägt, sprechen wir von einem Pitta-Ayurvedatyp. Gesund und munter bleibt der sehr fokussierte und pragmatische Pitta-Typus, wenn sich an einige grundlegende Regeln hält.

Was bedeutet Pitta?

Vata, Pitta und Kapha sind die drei Lebenskräfte (Sanskrit: Doshas), die jedem Menschen eine einzigartige Konstitution verleihen. Dieser sogenannte Ayurveda-Typ ist angeboren und ändert sich das gesamte Leben nicht. Er ist deshalb von besonderer Bedeutung in der ayurvedischen Medizin.

Pitta enthält Eigenschaften des Feuer- und des Wasserelements, wobei ersteres verstärkt vorkommt. Pitta regelt deshalb alle Stoffwechselvorgänge im Körper, ebenso die Körpertemperatur und unseren Hormonhaushalt. Hunger, Durst aber auch die Intelligenz werden mit Pitta in Verbindung gebracht.

Charakter des Pitta-Typs

Der Pitta-Typ kann gut strukturiert vorgehen, Projekte leiten und sich hervorragend konzentrieren. Er will etwas bewirken und ist praktisch veranlagt. Als Lehrer ist er eine Wonne, denn sein Unterricht ist logisch aufgebaut und jeder kann seiner klaren Ausdrucksweise folgen. Sein Geld gibt der Pitta-Typ eher systematisch und überlegt aus.

Der Pitta-Mensch mag kräftige Massagen mit kühlenden Ölen (z. B. mit Rose und Sandelholz), den Aufenthalt und die Bewegung an frischer Luft sowie einen großzügig hellen und gut gelüfteten Arbeitsplatz. Ein Großraumbüro oder das Arbeiten am Herd würde ihm und seinen Kollegen das Leben erschweren.

Der Pitta-Typ treibt gerne Sport im Freien und misst auch gerne sein Können mit anderen, um seine Kämpfernatur unter Beweis zu stellen. Er mag im Sommer wie im Winter leichte, nicht einengende Bekleidung aus Naturstoffen.

Körperliche Eigenschaften des Pitta-Typs

Beim Pitta-dominanten Menschen fallen in erster Linie seine Klarheit und sein Strahlen auf. Er ist von mittlerer Statur, hat mittelgroße Augen und einen durchdringenden Blick, er ist muskulös und voller Tatendrang. Seine Haut ist eher hell und sensibel, seine Haare sind bei Europäern oft rötlich oder blond. Sein Zahnfleisch neigt zu Blutungen, die Zähne sind eher gelblich als weiß. Sein Gedächtnis ist prägnant.

Typische Pitta-Störungen

Sörung des Pitta-Ayurvedatypus

Geht sein Feuer mit ihm durch, kann der Pitta-Mensch zu Wutausbrüchen neigen, vor allem wenn er hungrig ist. Nach langanhaltender konzentrierter Arbeit fällt es dem Pitta-Typ schwer, zu entspannen. Es können Einschlafstörungen auftreten.

Entgleist das Pitta, kann es im Körper zu Entzündungen kommen. Es können sich z. B. folgende Erkrankungen entwickeln: Gastritis, Magen- und Darmgeschwüre, Akne, Ekzeme und andere Hauterkrankungen, wie Furunkel und Abszesse sowie Leberentzündungen.

Gesundheitstipps für Pitta-Typen

Für Menschen mit sehr ausgeprägtem Pitta gilt es vor allem Extreme zu vermeiden. Sport tut dem Pitta-Typ zum Dampfablassen gut, am besten sind jedoch Aktivitäten mit mittlerer Belastungen wie Joggen, Tanzen oder Radfahren. Ähnliches gilt für das Essen, hier sind vor allem zu große Portionen zu vermeiden.

Ansonsten hilft es, sich von Hitzequellen fernzuhalten und stattdessen ein kühles, gut gelüftetes Umfeld zu suchen. Gefühle sollten ruhig ausgedrückt werden. Gut tun tiefe Massagen mit Bai 86 oder Bai 386 Öl (z. B. Rolfing, Rebalancing, Shiatsu) und Osho-Meditationen.

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Die beste Ernährung für Pitta-Typen

Grundsätzlich lässt sich das Pitta durch vorwiegend vegetarisches Essen besänftigen, bittere Gemüse sind zu bevorzugen. Die Speisen sollten nicht zu scharf, salzig oder sauer sein (eher kühl im Sommer und heiß im Winter). Alkoholfreie Getränke (hin und wieder ein Bier) und der sparsame Einsatz von Stimulanzien wie Kaffee und Tee sind anzuraten.

Für Pitta empfohlene Lebensmittel sind:

Süße Früchte wie: Apfel, Avocado, Kokosnuss, Feige, Melone, Orange, Birne, Pflaume, Granatapfel, Mango. Trockenobst ist zu vermeiden.

Generell gilt: Obst mindestens eine Stunde vor oder nach den Mahlzeiten, außerdem nicht am Abend verzehren.

Süß und bitter: Spargel, Kohl, Gurke, Blumenkohl, Sellerie, Brechbohnen, Salat, Erbsen, Petersilie, Kartoffeln, Zucchini, Sprossen, Kresse, Chicorée, Pilze.

Gerste, Hafer (gekocht), Basmati- oder weißer Reis, Weizen.

Eier sind ok, sonstige tierische Nahrung ist am besten zu vermeiden.

Alle Hülsenfrüchte außer Linsen.

Brauner Zucker, Honig (nicht älter als 6 Monate).

Keine Gewürze außer Koriander, Zimt, Kurkuma, Kardamom, Fenchel und etwas schwarzem Pfeffer.

Butter (ungesalzen), Ghee, Ziegenmilch, Kuhmilch, Paneer und Käse. Sojamilch und Tofu als veganer Ersatz.

Kokosöl, Olivenöl, Sonnenblumenöl, Sojaöl.

Ghee, kaltes Wasser und Milch.

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